Ich freue mich sehr, den ersten Bericht unseres Vereins EDHENETA e.V. vorlegen zu können. Mit unserem ersten erfolgreich durchgeführten Projekt in Nepal ist ein weiterer Meilenstein unserer Vereinsgründung erreicht und EDHENETA e.V. geht von der Gründungsphase in die operative Phase über.
Neben der konkreten Hilfe vor Ort konnten wir wertvolle Einblicke gewinnen, die uns bei der Planung und Umsetzung weiterer Projekte in Nepal sehr helfen werden.
Ziele des Projektes
Das erste Projekt von EDHENETA e.V. in Nepal verfolgte zwei zentrale Zielsetzungen:
Aufbau von Kontakten und Bedarfsanalyse vor Ort
Durch persönliche Besuche und Gespräche mit Lehrkräften, Schüler:innen und medizinischem Personal in Dimipokhari sollte ein authentisches Bild der Lebensbedingungen, Herausforderungen sowie der vorhandenen und der benötigten Ressourcen gewonnen werden. Diese Eindrücke dienen als Grundlage für eine fundierte, langfristige und bedarfsorientierte Projektplanung, schließlich wollen wir dort unterstützen, wo Hilfe wirklich erforderlich ist und unsere Mitte zielgerichtet so einsetzen, dass die bestmögliche Wirkung erzielt wird.
Konkrete Soforthilfe
In Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern Khada Bikram Darlami und seinem Sohn Bikrant Darlami wurden vorab gezielt niedrigschwellige Bedarfe an der von uns unterstützten Schule identifiziert. Ziel war es, zehn Waisenkinder, welche die Schule besuchen, mit einer möglichst vollständigen Grundausstattung (Schulkleidung,Schreibmaterial, Rucksäcke, etc.) zu versorgen. Darüber hinaus haben wir weitere Materialien zur Nutzung durch alle Schüler:innen der Schule sowie Medikamente, Verbandsmaterial und einfache Medizinprodukte für den direkt neben der Schule befindlichen Gesundheitsstützpunkt übergeben. Sämtliche Anschaffungen wurden bewusst lokal in Kathmandu getätigt, um kosteneffizient zu arbeiten (alle beschafften Gegenstände kosteten vor Ort nur einen Bruchteil der Summe, die bei Anschaffung in Deutschland angefallen wäre), um Transporte zu vermeiden sowie um die regionale Wirtschaft zu stärken.
Hintergrund des Projektes
Die von uns unterstützte Schule liegt in Dimipokhari, einem entlegenen Dorf im Distrikt Ramechhap, gelegen in der bergigen Region der Provinz Bagmati im Osten Nepals. Die Gegend ist geprägt von sehr bergigem, schwer zugänglichem Gelände, schwacher Infrastruktur und eingeschränktem Zugang zu Gesundheits- und Bildungseinrichtungen. Viele Menschen leben dort unterhalb der Armutsgrenze. Insbesondere die Versorgung von Kindern ist nur eingeschränkt möglich.
Die Krishna Barneshwor Higher Secondary School ist eine staatlich anerkannte Schule, die derzeit rund 150 Kinder vom Vorschulalter bis zur 12. Klasse unterrichtet. Die Schule ist dem National Examination Board (NEB) angeschlossen und bietet Programme in den Bereichen Allgemeinbildung und Geisteswissenschaften. An die Schule angegliedert ist ein kleiner Gesundheitsstützpunkt, der grundlegende medizinische Versorgung für die Schüler:innen und die Lehrkräfte sowie für die Bevölkerung in der Umgebung der Schule leistet – allerdings mit äußerst begrenzten Mitteln.


Die Schule wird aktuell (Stand Mai 2025) von 10 Waisenkindern besucht. Diese Kinder haben ihre Eltern verloren und wohnen bei Verwandten in der Umgebung der Schule. Die allgemeine Armut in Dimipokhari wirkt sich auf diese Kinder besonders aus und deren Ausstattung mit Schuluniformen, Lehrmaterialien und sonstigem Schulbedarf ist schlechter als dies im Mittel der anderen Schüler:innen der Fall ist. Für unser erstes Projekt haben wir entschieden, den Schwerpunkt auf die Unterstützung dieser Kinder zu legen.

Projektbeteiligte
Dr. Stephan Binder
Promovierter Physiker und Unternehmer mit Erfahrung unter anderem in der internationalen Zusammenarbeit sowie Projektarbeit im Bereich der Medizintechnik. Als Mitgründer und Vorsitzender des Vereinsvorstands von EDHENETA e.V. ist er Ansprechpartner für das Nepal-Projekt und für die Projektkonzeption sowie die Durchführung und Evaluation vor Ort verantwortlich.


Khada Bikram Darlami
Unser lokaler Partner vor Ort ist von Beruf Fremdenführer und Bergführer mit fundiertem Wissen über die sozialen, geografischen und kulturellen Gegebenheiten Nepals. Schon früh war es ihm ein Anliegen, die Situation der Menschen in seinem Heimatgebiet Ramechhap zu verbessern und hier ein soziales Projekt zu initiieren. Der Kontakt zu Bikram kam über eine Reise zum Annapurna Base Camp im Jahr 2018 zustande. Bereits damals entstand die gemeinsame Idee für den Verein EDHENETA e.V. Bikrams Aufgabe im „nepalesischen Teil“ von EDHENETA e.V. ist es, die Koordination vor Ort zu übernehmen, zwischen der Organisation und den Begünstigten und somit auch zwischen den Kulturen zu vermitteln und bei Bedarf Ideen und Lösungen für bestehende bzw. neu entstehende Herausforderungen zu finden und sicherzustellen, dass die Spenden zielgerichtet und transparent verwendet werden.
Bikrant Darlami
Der Sohn von Khada Bikram Darlami studiert im dritten Jahr Psychologie und Sozialarbeit und wird voraussichtlich 2026 seinen Abschluss machen. Mit ersten Erfahrungen in den Bereichen Psychologie und Sozialarbeit sowie den Kenntnissen und Fähigkeiten, die er im Rahmen seines Studiums erworben hat, trägt er wesentlich zur Arbeit von EDHENETA vor Ort bei. Bikrant fungierte als Dolmetscher und organisatorischer Unterstützer mit hervorragender Kenntnis der Landessprachen Nepali und Englisch. Er stimmte für dieses konkrete Projekt (vor unserer Anreise aus Deutschland) mit der Schule den konkreten Bedarf ab, koordinierte und begleitete die Einkäufe und stellte sicher, dass alle für die Abrechnung erforderlichen Informationen zur Verfügung gestellt wurden. Bikrant wird die Projekte in Nepal voraussichtlich auch weiterhin im Rahmen eines Praktikums in unserer Organisation begleiten.

Projektdurchführung
Im Frühjahr 2025 reiste das Projektteam zur Durchführung unseres ersten Projekts nach Nepal.
17. Mai 2025 – Ankunft und Vorbereitung in Kathmandu
Nach Landung in Kathmandu fand ein erstes Meeting der Beteiligten statt, um den Ablauf und die logistischen Details zu besprechen.
18. Mai 2025 – Geldwechsel und Materialeinkauf in Kathmandu
In der Innenstadt von Kathmandu haben wir zunächst die Spenden, die uns für dieses Projekt zur Verfügung standen (1.200 EUR) in einer Wechselstube in nepalesische Rupien umgetauscht. Dies war zu einem Wechselkurs von 1 EUR = 151 NPR möglich, so dass wir über ein Gesamtbudget von 181.200 NPR verfügen konnten. Die finanziellen Details dieses Projekts sind in Kapitel 5 aufgeführt.
Im Anschluss haben wir die folgenden Gegenstände in unterschiedlichen Fachgeschäften, einem Supermarkt sowie in einer Apotheke eingekauft:
- Für die Waisenkinder der Schule:
- Stoffe für mindestens zehn Schuluniformen (in den Farben der Schule)
- Schreibmaterialien (Hefte, Stifte) – Ausstattung für ein Jahr
- Wasserflaschen – eine pro Waisenkind
- Rucksäcke als Schultaschen – einen pro Waisenkind
- Für den Fachunterricht bzw. für die Schule allgemein:
- Sport- und Spielartikel (Fuß- und Volleybälle, Luftpumpe, Federball-Set) für den
- Sportunterricht sowie für die Pausen zur Nutzung durch alle Kinder
- Zwei Gesellschaftsspiele
- Buntstifte – Grundausstattung
- Süßigkeiten – 1 Stück für jede Schülerin / jeden Schüler
- Medikamente und Verbandsmaterial – Grundausstattung
19. Mai 2025 – Fahrt nach Dimipokhari – Spendenübergabe und Besichtigung der Schule sowie des Gesundheitsstützpunktes – Rückfahrt nach Kathmandu
Früh am Morgen haben wir Kathmandu verlassen und uns auf die etwa 7 1/2 Stunden dauernde Fahrt mit dem Geländewagen nach Dimipokhari begeben. Der Zustand der Straßen ist bereits im Tal so schlecht, dass unsere Durchschnittsgeschwindigkeit für die eigentlich nur 109 km lange Strecke bei nur knapp 17 km/h lag. Diesen langen und anstrengenden Weg nehmen auch erkrankte Personen, die vor Ort nicht behandelt werden können, auf sich, um ein Krankenhaus im Kathmandu-Tal aufzusuchen. Dabei legen sie die Fahrt dorthin nicht wie wir im vergleichsweise komfortablen Privatauto, sondern in vollen öffentlichen Bussen zurück, wobei sie mindestens einmal umsteigen müssen. Neben der Gefahr für die eigene Gesundheit ergeben sich – z.B. durch Ansteckung – auch potenzielle gesundheitliche Risiken für die Mitreisenden.

Angekommen in Dimipokhari wurden wir sehr herzlich von der Schulleitung, dem Kollegium und der Schülerschaft empfangen. Für die Spendenübergabe hatte die Schule auf dem Schulhof ein Zelt errichtet, welches auch als Regenschutz diente. Ein kleiner Regenschauer zog jedoch schnell vorbei und für den größten Teil der Zeremonie hatten wir schönes Wetter.
Zunächst wurden kurze Reden gehalten, unter anderem vom stellvertretenden Schulleiter, von verschiedenen Fachlehrern sowie von einem Schüler. Für den Verein hat Stephan Binder ein paar Grußworte an Lehrer und Schüler:innen gerichtet.



Nach Abschluss der Reden wurden die Spenden überreicht. Dabei haben wir den Waisenkindern die Gegenstände jeweils persönlich übergeben. Lediglich den gekauften Stoff (hell- und dunkelblau, den Farben der Schule entsprechend) haben wir direkt einem Schneider aus dem Dorf ausgehändigt. Dieser war vor Ort und hat den Stoff sowie die Vergütung für seine Arbeit (die finanziellen Details dieses Projekts sind in Kapitel 5 aufgeführt) entgegengenommen. Entsprechend der Größe der Kinder hat der Schneider die Schuluniformen innerhalb einer Woche nach unserem Besuch angefertigt und an die Kinder übergeben. Alle sonstigen Materialien (Garn, Knöpfe, etc.) wurden direkt vom Schneider besorgt und waren mit dessen Vergütung abgegolten.
Die sonstigen Schulmaterialien haben wir an die jeweiligen Fachlehrer übergeben und die Medikamente und Verbandsmaterialien an die zuständige Fachkraft der Schule. Ein Highlight für die Schulkinder war das Austeilen der Süßigkeiten (abgezählt nur ein Stück pro Kind).





Im Anschluss an die Geschenkeübergabe wurden wir vom stellvertretenden Schulleiter über das Schulgelände geführt. Wir erhielten Gelegenheit, verschiedene Klassenzimmer, den Konferenzraum und das Lehrerzimmer zu sehen. Die Schule verfügt über eine solide scheinende Bausubstanz, ihre Ausstattung ist jedoch recht knapp bemessen. Das Mobiliar ist größtenteils stark abgenutzt, Lehrmittel scheinen nur in begrenztem Umfang vorhanden zu sein. In den Klassenzimmern gibt es Monitore und teilweise Smartboards oder Beamer. Ein IT-Raum mit rund 12 funktionierenden Computern konnte aus zeitlichen Gründen nicht besichtigt werden – dies, ebenso wie eine gründliche Bestandsaufnahme der Technik und der Lehrmaterialien sowie deren Einsatz im Schulalltag ist für den nächsten Besuch geplant.#




Gesundheitsstützpunkt
Direkt neben der Schule, jedoch außerhalb des Schulgeländes, befindet sich der Gesundheitsstützpunkt des Dorfes. Dieser wird von einer sehr engagierten Frau betreut, die nach ihrer Aussage jeden Tag etwa 40 Patient:innen sieht, jedoch selbst keine ausgebildete Medizinerin ist. Der Stützpunkt besteht aus zwei Räumen, einem Büro- und Diagnosezimmer sowie einem Raum mit drei Liegen für Patient:innen. Die Ausstattung ist alt und unzureichend und Medikamente sowie einfachste diagnostische Ausstattung sind nicht in hinreichender Anzahl vorhanden. Dies stellt vor allem in Hinblick auf die herannahende Monsun-Regenzeit, die von Infektionskrankheiten, insbesondere Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes geprägt ist, ein erhebliches Problem dar.
Untersuchungen sowie Therapien bis hin zu Impfungen und dem Legen von Infusionen können direkt im Stützpunkt vorgenommen werden. Bei ernsteren Erkrankungen nehmen die Patient:innen dann in der Regel die lange Fahrt von mehr als 8 Stunden nach Kathmandu auf sich. Zu den nähergelegenen Kliniken besteht nach Aussage unserer Gesprächspartner vor Ort nur wenig Vertrauen, da diese klein und unzureichend ausgestattet sind und die erfahrenen Ärzte vorwiegend in der Hauptstadt praktizieren.


Wir haben daher noch vor Ort beschlossen, die für die Erstversorgung der Menschen am dringendsten benötigten Medikamente und Materialien in Kathmandu zu beschafften und schnellstmöglich nach Dimipokhari zu bringen.
Überwältigt von der Freundlichkeit der Menschen in Dimipokhari und sehr glücklich über die Freude, die unsere Spenden dort ausgelöst hat, haben wir am späten Nachmittag die lange Rückreise zurück in die Hauptstadt angetreten.
31. Mai 2025 – Nachkauf medizinischer Geräte
Besonders deutlich wurde der akute Mangel an medizinischer Versorgung. Es fehlten Basismedikamente, Verbandsmaterial und Diagnostikgeräte. Am 31. Mai wurde daher in Kathmandu weiteres medizinisches Material (u. a. Blutdruckmessgerät, Stethoskop) beschafft:
- ein Blutdruckmessgerät
- ein Stethoskop
- zusätzliche Medikamente und weiteres Verbandsmaterial
Die Übergabe erfolgte wenige Tage später durch Bikram, der dafür mit dem öffentlichen Bus nach Dimipokhari gefahren ist.

Einkaufen der zusätzlichen
Medikamente und Medizinprodukte in einer
Apotheke in Kathmandu
Vor Rückreise – Planung der nächsten Projektschritte sowie Schaffung eines Finanzpolsters für künftige Anschaffungen
Vor Abreise aus Kathmandu haben wir uns im Projektteam zusammengesetzt und nächste Schritte besprochen (siehe 6. Ausblick). Es hat sich ergeben, dass Bikrant bis November 2025 ein Pflichtpraktikum im sozialen Bereich im Rahmen seines Studiums leisten muss. Es ist geplant, dass er dieses für und mit EDHENETA e.V. durchführen wird. Ein Schwerpunkt wird dabei auf der weiteren Analyse der Situation in Dimipokhari, der Ableitung von Handlungsempfehlungen, Erstellung von Entscheidungsvorlagen und anschließender Detailplanung künftiger Schritte liegen.
Aufgrund der Schwierigkeit und der hohen Gebühren sowie des schlechten Wechselkurses bei Geldsendungen von Deutschland nach Nepal, habe wir uns entschieden, eine Rücklage von ca. 250 EUR bei unseren lokalen Partnern zu belassen. Die Verwendung dieses Geldes ist bereits grob geplant und wird in den kommenden Monaten für entsprechende Anschaffungen genutzt. In jedem Fall wird der Betrag noch im Jahr 2025 ausgegeben. Wir werden im Anschluss über die Mittelverwendung berichten.
Der nicht verwendete Restbetrag in Höhe von ca. 426 EUR wurde nach Rückkehr nach Deutschland wieder auf das Vereinskonto eingezahlt und steht somit für Folgeprojekte zur Verfügung. Alles finanziellen Details sind im Folgekapitel aufgeführt.
Finanzen
Gesamtbudget aus Spendeneinnahmen für das erste Projekt: 1.200 EUR
Wechselkurs (am 18.05.2025 in Kathmandu): 1 EUR = 151 NPR;
daraus resultiert ein Gesamtbudget von 181.200 NPR.
Reisekosten (Flüge, Unterkunft, lokale Fahrten in Kathmandu) wurden aus Eigenmitteln der Vereinsmitglieder bestritten.
Ausgaben am 18. Mai 2025 in Kathmandu
| Position | NPR | EUR (ca.) |
|---|---|---|
| Stoff für Schuluniform | 6.924 | 45,85 |
| Anfertigung der Schuluniformen aus dem durch uns beschafften Stoff durch einen Schneider in Dimipokhari (am 19.05.) | 9.000 | 59,60 |
| Warme Socken | 960 | 6,36 |
| Sportartikel (Bälle, Pumpe, Federball-Set) | 4.375 | 28,97 |
| Schulhefte & Schreibmaterial (Jahresbedarf) | 9.585 | 63,48 |
| Wasserflaschen | 1.200 | 7,95 |
| Rucksäcke als Schultaschen | 8.000 | 52,98 |
| Gesellschaftsspiele & Buntstifte | 2.559 | 16,95 |
| Süßigkeiten (für alle Kinder der Schule) | 2.219 | 14,69 |
| Medikamente & Verbandsmaterial | 6.950 | 46,03 |
| Transport Kathmandu–Dimipokhari–Kathmandu (am 19.05.) | 13.000 | 86,09 |
| Zwischensumme | 64.772 | 428,95 |
Zusätzliche Anschaffungen am 31. Mai 2025
| Position | NPR | EUR (ca.) |
|---|---|---|
| Blutdruckmessgerät, Stethoskop, Medikamente | 14.200 | 94,04 |
| Transportkosten (durch Bikram getragen, da mit Familienbesuch kombiniert) | 0 | 0,00 |
| Gesamtausgaben 18.5. – 31.05.2025 | 78.972 | 522,99 |
Geplante Ausgaben 2. Halbjahr 2025
| Position | NPR | EUR (ca.) |
|---|---|---|
| Schuluniform (weitere Schüler:innen) | 16.000 | 105,96 |
| Material für den Sportunterricht | 5.000 | 33,11 |
| Schreibwaren | 10.000 | 66,23 |
| Medikamente | 6.800 | 45,03 |
| Summe geplant | 37.800 | 250,33 |
Restbetrag nach Abzug der oben aufgeführten Ausgaben: 64 428 NPR ≙ 426,68 EUR
Dieser Betrag wurde bereits wieder auf das Vereinskonto eingezahlt und steht somit für Folgeprojekte zur Verfügung.
Die Gesamtausgaben im Rahmen dieses ersten Projekts beliefen sich also auf 773,32 EUR, die wir ausschließlich lokal in Kathmandu (bzw. für den Schneider in Dimipokhari) ausgegeben haben bzw. dort noch in diesem Jahr ausgeben werden.
Ausblick
Wir waren sehr positiv überrascht, wie viel wir mit unseren begrenzten Mitteln vor Ort bewirken konnten. Die Effizienz lokaler Einkäufe, das Engagement der Schule und die unkomplizierte Zusammenarbeit mit unseren Partnern haben gezeigt, dass mit großer Motivation, Beachtung der kulturellen Gegebenheiten und guter Planung kein riesiges Budget nötig ist, um „Großes“ zu erreichen – und das im konkreten Fall sogar, ohne unser Maximalbudget auszuschöpfen.
Das Projekt hat uns den enormen Bedarf gerade im Bereich der grundlegenden Gesundheitsversorgung sowie an elementaren Unterrichtsmaterialien gezeigt. Gleichzeitig ist sehr deutlich geworden, wie viel hier mit gezielter Hilfe erreicht werden kann.
In den kommenden Monaten werden wir auf Basis unserer Erfahrungen iterativ verschiedene Aktivitäten planen und umsetzen, unter anderem:
- Die regelmäßige Versorgung des Gesundheitsstützpunkts, u. a. durch Medikamentenlieferungen, das Bereitstellen von Verbrauchsmaterialien sowie durch Spenden medizinischer Geräte.
- Die weitere Unterstützung der Waisenkinder mit Schulmaterialien, Schulkleidung undsonstigen benötigten Gegenständen.
- Den Ausbau der Ausstattung der Schule (Lehrmaterialien, Gegenstände für den
- Sportunterricht, etc.).
- Die Förderung digitaler Kompetenzen, etwa durch den Ausbau des IT-Raums mit internetfähigen Geräten und Lernsoftware. Hierzu sind weitere Gespräche mit den verantwortlichen Personen vor Ort ebenso wie eine genauere Bestandsanalyse erforderlich.
- Zudem prüfen wir den Aufbau eines Patenschaftsprogramms, das einzelnen Kindern langfristigen Zugang zu Bildung und Grundversorgung sichern soll. Hier sind vorab noch einige rechtliche Grundlagen zu klären.
Langfristig verfolgt EDHENETA e.V. das Ziel, ein tragfähiges, lokales Netzwerk zu etablieren, das Bildung, Gesundheit und Teilhabe in der Region Dimipokhari nachhaltig stärkt – gemeinsam mit den Menschen vor Ort. Auch Projekte aus dem Bereich Hilfe zur Selbsthilfe sollen hier einen wesentlichen Bestandteil bilden.
Nach erfolgreicher Etablierung unsere Maßnahmen in Dimipokhari planen wir, das Projekt auf weitere Orte (zunächst voraussichtlich in der Nachbarschaft) auszuweiten.
Mein herzlicher Dank gilt unseren Freunden und Partnern vor Ort in Nepal, insbesondere Khada Bikram Darlami und seinem Sohn Bikrant Darlami.
Ganz besonders bedanke ich mich bei allen Spenderinnen und Spender. Ohne eure großzügige Unterstützung wäre dieses Projekt nicht möglich gewesen.

Helfen sie mit!
Ihre Spenden ermöglichen uns Kindern in Nepal Zugang zu Bildung und Gesundheitsversorgung zu geben.
